"Grenzenlos singen" lautet die Überschrift des Beitrags von Almuth Fricke, der im Newsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 24/2010 zum Themenschwerpunkt »Musik, Engagement und Demokratie« vom 10.12.2010 erschienen ist. Hier können Sie den Artikel nachlesen.
Der Workshop "Stimmen zwischen Bosporus, Maas und Rhein" vom 31.10. bis 08.11.2010 am Staatlichen Türkischen Musikkonservatorium der Technischen Universität Istanbul, an dem auch sechs Sängerinnen und Sänger von Polyphonie teilgenommen haben, war ein großer Erfolg. Insgesamt 35 ältere Gesangstalente aus der Türkei, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Estland, Österreich, Polen und Frankreich erhielten in dem fünftägigen Workshop einen Einblick in die türkische Musik, studierten verschiedene türkische und westeuropäische Lieder ein und bereiteten ein 80minütiges Konzertprogramm mit zahlreichen Soloeinlagen vor. Das buntgemischte Ensemble zwischen 50 und 85 Jahren gab gemeinsam mit Studierenden der Rotterdamer Musikhochschule Codarts und des ITÜ Konservatoriums zwei mitreißende Konzerte am 06.11. in garajistanbul im Rahmen von "RotterdaminIstanbul" und am 07.11. im Konservatorium vor mehr als 350 begeisterten Zuschauern.
Der Workshop wurde dank einer Förderung durch das Programm Lebenslanges Lernen / Grundtvig der Europäischen Kommission möglich und von den drei engagierten türkischen Dozentinnen und Musikerinnen Belma Kurtigsoglu, Serpil Murtezaoglu und Serife Güvencoglu sowie dem niederländischen Musiker Paul Mayer geleitet. Auf Initiative unserer holländischen Partnerin Conny Groot vom Euro+ Songfestival wurde das Konzert in garajistanbul möglich.
Hier können Sie den Erfahrungsbericht einer österreichischen Teilnehmerin lesen.
Fotos: Antoinette van Oort



Der heutige Umgang mit immateriellen Kulturgütern wie der globalen Musik weist auf die grossen Herausforderungen der Zeit: auf die Frage der kulturellen Selbstbestimmung, auf soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung, auf internationale Zusammenarbeit in der Kunst und nachhaltige Entwicklung, auf den Informationsaustausch im Zeitalter der Globalisierung, der Beteiligung von Zivilgesellschaft an kultureller Bildung und Kulturpolitik.
Die „GlobalFlux Konferenz“ ist die Auftaktveranstaltung für eine weit reichende und fundierte Auseinandersetzung mit Globaler Musik. In Arbeitsgruppen, Praxis-Präsentationen und Netzwerk-Treffen soll ein neuer Diskurs zur aktuellen künstlerischen, kulturpolitischen, kreativwirtschaftlichen und wissenschaftlichen Positionsbestimmung globaler Musik initiiert werden. Die „GlobalFlux Konferez“ will gemeinsam mit seinen Partnern und allen Interessierten zu einer neu definierten Verankerung globaler Musik in der Gesellschaft, in der Hochschullehre, in Forschung und kultureller Bildung in einem der grössten multikulturellen Zentren Europas beitragen.
Termin: 9./10.12.2010 in Die Brücke / Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6, Köln
Weitere Informationen: http://www.albakultur.de/sites/index.htm?page=globalflux
Wiegenlieder verbinden Eltern und Kinder auf der ganzen Welt. Es sind die kleinen Momente des Glucks, der Liebe und der Vertrautheit, die diese oft einfachen Lieder zu traumhafter Musik werden lassen. Orchester- und Weltmusikkonzerte, eine Kammermusikmatinee sowie Kinderveranstaltungen und anschauliche Vortrage machten die Vielfalt der Schlaflieder aus unterschiedlichen Kulturräumen vom 30. bis 31. Oktober 2010 in Duisburg erlebbar. Im Foyer der Mercatorhalle wurde erzahlt, gesungen, geschlummert und Klangoasen luden zum Ausruhen und Traumen ein.
Am 31. Oktober um 14.00 Uhr luden Bojan Vuletic und sein Ensemble dazu ein, diese kleinen musikalischen Wunder aus der ganzen Welt mitzuerleben. Aus dem Polyphonie Ensemble waren Tsvetomir Tsankov, seit Mai 2010 jüngster Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker, Heinz Hox (Akkordeon und Klavier) und Nico Brandenburg (Kontrabass) dabei. Wie bei Polyphonie war für die musikalische Leitung auch diesmal Bojan Vuletic verantwortlich, der durch eigens für das Konzert geschriebene Arrangements diese Wiegenlieder aus aller Welt auf eine persönliche und besondere Weise erklingen ließ. Die Sängerinnen Vera Westera, Aline Asvian, Niki Bahtsevanidou, der Sänger Mustafa Mecilioglu und als besonderer Gast Ipek Böler aus Istanbul turgen die Lieder vor und sangen gemeinsam mit dem Publikum.
Ein Initiativprojekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, Direktorin Stadt der Kulturen Aslı Sevindim in Zusammenarbeit mit den Duisburger Philharmonikern.
www.duisburger-philharmoniker.de
Hier können Sie einen Bericht zu dem Konzert lesen.
Nach drei erfolgreichen Jahren ist Polyphonie - Stimmen der kulturellen Vielfalt am 9. Mai 2010 mit einem großen und bewegenden Abschlusskonzert in der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg zu Ende gegangen. Wenn Sie mehr über das Projekt in all seinen Phasen - von der Idee über die Planung und Durchführung bis hin zu seinem feierlichen Abschluss - erfahren wollen, dann steht Ihnen der Abschlussbericht zum Download zur Verfügung.
Das Lied meines Lebens
Ältere Menschen aus aller Welt und ihre kulturellen Schätze
Eine Wanderausstellung
Schon seit längerem begleitet der Fotograf Stephan Eichler das Projekt "Polyphonie". Inspiriert durch seine Eindrücke hat er nun eine Wanderausstellung entwickelt. Sie zeigt Fotografien von älteren Migrantinnen und Migranten verschiedenster kultureller Herkunft in ihrem familiären Umfeld und an Orten, die ihnen besonders wichtig sind. Gemeinsam ist allen, dass sie im Ruhrgebiet eine zweite Heimat gefunden haben und für ihr Leben gern singen. Texte und Audiomaterial erzählen von der Migrations- und Integrationsgeschichte dieser Menschen und dem "Lied ihres Lebens".
Ausstellungstermine und-orte
26. Oktober bis 5. November 2009 Bildungszentrum Schloss Eichholz der
täglich durchgehend geöffnet Konrad Adenauer Stiftung
19. März bis 9. April 2010 Langdesgeschäftsstelle des
Paritätischen NRW
Loher Str. 7 in 42283 Wuppertal
15. April bis 21 Mai 2010 Foyer des Theaters Duisburg
Neckarstraße 1 in 47051 Duisburg
Bilder von der Ausstellung im Bildungszentrum Schloss Eichholz
Gefördert von

Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 realisiert der Künstler Arpad Dobriban gemeinsam mit der Universität Witten-Herdecke das Projekt „Essen an der Ruhr - Der Geschmack der Region ".
Auf der Forschungsreise in das kulinarische Gedächtnis der beiden Europäischen Kulturhauptstädte Pécs und Essen befragt Dobriban die ältere Generation zu ihren Geschmackserinnerungen, den Essgewohnheiten ihrer Kindheit. Gemeinsam mit ihnen werden ausgewählte Speisen in ihrer authentischen Form zubereitet. Dabei muss nicht unbedingt ein Rezept zur Verfügung stehen, oft reicht auch eine Erinnerung als Ausgangspunkt für die Erarbeitung und Wiedergewinnung einer Kochanleitung.
Im Rahmen öffentlicher Essen, die in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets stattfinden werden, werden diese Speisen präsentiert und so für unseren Alltag und für die Zukunft lebendig erhalten.
Wenn Sie Interesse haben, Ihre Geschmackserinnerungen mit anderen Menschen zu teilen, dann finden Sie hier noch weitere Informationen.
Befragung der Abonnenten der russischsprachigen Zeitschrift "Partner", hrsg. vom IBK |
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Die Erfahrungen im Gesangsprojekt „Polyphonie – Stimmen der kulturellen Vielfalt“, das insbesondere bei russischsprachigen Menschen auf große Resonanz stößt, hat das Institut für Bildung und Kultur in Remscheid zu einer Befragung dieser Bevölkerungsgruppe veranlasst. |
Mit einem bunten Fest ging der Kulturführerschein® INTERNATIONAL am 21. Mai 2010 zu Ende. Doch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben schon angekündigt, dass sie sich weiterhin für die Kultur in ihrer Heimatstadt einsetzen wollen.
Seit September 2009 trafen sich 20 Wuppertaler einmal im Monat im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas zum Kulturführerschein® INTERNATIONAL. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus Italien, Russland, Polen, Palästina, der Türkei oder Deutschland. Sie alle leben in Wuppertal und teilen die Liebe zu Kunst und Kultur. Unter der Leitung von Kordula Lobeck de Fabris näherten sie sich gemeinsam den Themen Literatur, Kunst, Musik, Stadtgeschichte und Theater. Informationen, Kostproben, Praktische Übungen und Exkursionen in Wuppertaler Kulturinstitutionen sollten die Kultursparten mit allen Sinnen erfahrbar machen. Nach einführenden Workshops wurden die angehenden Kulturmacher dann selbst aktiv und veranstalteten eigene Workshops zu selbst gewählten Kulturthemen. Nach Abschluss der Fortbildungsreihe wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Zertifikat überreicht.

In Zusammenarbeit mit


Kürzlich ist die Publikation „Musikwelten NRW. Kulturen der Einwanderer" von Birger Gesthuisen im KLARTEXT-Verlag erschienen. Arbeitsmigranten und Studenten, Flüchtlinge und Aussielder bilden ein Viertel der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens. Die Einwanderer schufen ein vielschichtiges Musikleben. Birger Gesthuisen war ein Jahr im Auftrag des Landesmusikrats NRW unterwegs an Rhein und Ruhr und tauchte ein in die reiche Musiklandschaft Nordrhein-Westfalens.
Das Professionalisierungsangebot interkultur.pro des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Partner bietet auch im Jahr 2010 eine Vielzahl an Workshops an, um die interkulturelle Kunst- und Kulturarbeit im Land nachhaltig zu verankern. Hier können Sie sich über das neue Programm von interkultur.pro - Professionalisierung interkulturellles Kunst- und Kulturmanagement informieren.
Das Könische Stadtmuseum lädt Kölnerinnen und Kölner mit Migrationshintergrund ein, ihre Stadt besser kennenzulernen. Mit Unterstützung der RheinEnergieStiftung Kultur bietet das Kölnische Stadtmuseum: Freier Eintritt und eine kostenlose Führung für TeilnehmerInnen von Deutsch- und Integrationskursen sowie für Vereine, Verbände und Institutionen, die Angebote für Migrantinnen und Migranten bereithalten. (Mindesteilnehmerzahl: 5 Personen)
Anmeldung ist erforderlich beim Museumsdienst Köln unter 0221/221-23468!